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vorheriges Bild zurück zum Anfang der Galerie Eine der wenigen Gelegenheiten zur kirchlich erlaubten - und sogar erwünschten - Aktdarstellung des Mittelalters, ist die Darstellung der Marter des hl. Sebastians. Als ritterlicher Anführer der Leibwache des Kaisers Diocletian bekannte er sich zum Christentum. Sein Arbeitgeber war darüber nicht eben erfreut und ließ ihn im Circus Maximus durch mauretanische Bogenschützen hinrichten. Jedoch überlebte Sebastian den Anschlag und gesundete. Er widmete sich weiterhin der christlichen Nächstenliebe, dem Jüngermachen und klagte auch noch Diocletian und dessen Mitkaiser wegen der Christenverfolgung an. Dadurch machte er sich keine Freunde und schließlich wurde er niedergeknüppelt und als Biomüll in der "cloaca maxima" entsorgt. Obwohl Heilige meist mit den Marterwerkzeugen die zu ihrem Tod geführt haben dargestellt wurden, stellt man Sebastian lieber mit der Pfeilszene dar, da - wie bereits erwähnt- es eine hervorragend legale Möglichkeit zur männlichen Aktdarstellung bot. Der Heilige Sebastian wurde als Schutzheiliger vor der Pest angerufen. Lustigerweise war er ebenfalls Schutzheiliger einer Art mittelalterlicher Schützenvereine. Der Originalschnitt entstand zwischen 1410 und 1420. Die Kopie ist seitenverkehrt. zurück zur Übersicht Holzschnitt |